Rechnungswesen in der Berufsschule
Im Fach Rechnungswesen ist es wichtig mitzuschreiben, da der Stoff aufeinander aufbaut.

Was lernt man im Fach Rechnungswesen?

„Keine Buchung ohne Beleg“ – Grundsätze wie diese lernen angehende Steuerfachangestellte in Rechnungswesen. Dieses ist eines der Hauptfächer in der Berufsschule. Wir sagen dir, was dabei auf dich zukommt.

Basiswissen Rechnungswesen

„Jeder der ein Bankkonto hat, kennt ‚Soll’ und ‚Haben’. Doch was sonst noch alles in eine Bilanz gehört, musste ich erst noch lernen“, sagt Lisa Beyer, Auszubildende bei der DBB DATA in Visselhövede. In der Berufsschule bekommt sie das Basiswissen Rechnungswesen vermittelt – und muss immer dranbleiben: „Es baut alles aufeinander auf, daher darf man die Grundlagen nicht vernachlässigen.“

Zu diesen gehört nicht nur die Finanzbuchführung, sondern auch die Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten. Außerdem sind Buchungen im Warenverkehr und Buchungen im Steuerbereich Teil des Faches Rechnungswesen.

Löhne und Abschreibungen

Lisa Beyer reizte besonders das Thema Personalwirtschaft. „Hier geht es um Lohnbuchführung, etwas, das wir auch in der Kanzlei machen“, sagt die 20-Jährige. Weitere Themen sind die Finanzwirtschaft, wo es etwa um Zinsrechnung geht, und die Anlagenwirtschaft. „Hierbei rechnen wir zum Beispiel aus, wie sich Sachanlagen steuerlich abschreiben lassen“, schildert Lisa Beyer.

Der hohe Rechenanteil stört sie nicht, hatte sie doch bereits auf dem Gymnasium Spaß am Mathe-Unterricht. Anders als zu Schulzeiten drückt sie jedoch nicht jeden Wochentag die Schulbank, sondern ist nur montags in der Berufsschule. Andere Azubis haben dagegen blockweise Unterricht.

Anwendung in der Kanzlei

Schließlich geht es in Rechnungswesen auch um Abschlüsse nach Handels- und Steuerrecht. Und das in der Berufsschule Gelernte wenden Azubis in der Steuerkanzlei gleich an. Aufgaben der Finanzbuchführung (Fibu) gehören zu den ersten, die Auszubildende selbstständig bearbeiten. Außerdem steigst du mit der Fibu in die Erstellung von Steuererklärungen und Jahresabschlüssen ein. „Es ist super, hier gleich den Praxisbezug zu haben“, so Lisa Beyer.