Zwischenprüfung
Auszubildende lernen gemeinsam für die Zwischenprüfung. Foto: iStock

Ausbildung zum Steuerfachangestellten: Wichtige Tipps für die Zwischenprüfung

Die Zwischenprüfung ist eine wichtige Vorbereitung auf die Abschlussprüfung, auch wenn diese noch in weiter Ferne liegt. Daher lohnt es sich, sich hier ins Zeug zu legen, auch wenn man bei der Zwischenprüfung nicht durchfallen kann.

Warum schreiben Azubis eine Zwischenprüfung?

Die Zwischenprüfung ist Voraussetzung für die Teilnahme an der finalen Abschlussprüfung. Sie gibt Aufschluss über deinen aktuellen Wissensstand und zeigt sowohl dir als auch deinen Ausbildern, wo du fachlich stehst. Zudem hast du damit einen idealen Testdurchlauf, was die Prüfungssituation angeht. Ohne Angst durchzufallen kannst du üben, wie eine solche Prüfung zu meistern ist.

Das erwartet dich: Inhalte und Ablauf

Die Zwischenprüfung legst du vor der Steuerberaterkammer ab. Dein Ausbilder meldet dich bereits kurz nach Ausbildungsstart schriftlich mit deiner Zustimmung zu dieser Prüfung an.

Während der Zwischenprüfung hast du mit Überarbeitung 180 Minuten Zeit, um Aufgaben der folgenden drei Themenbereiche zu lösen:

  • Steuerwesen (60 Minuten)
  • Rechnungswesen (60 Minuten)
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (30 Minuten)

Es handelt sich dabei um einen Test, der überwiegend im sogenannten Multiple-Choice-Verfahren abläuft. Teilnehmer bekommen also eine Auswahl an Antworten und kreuzen die richtige Lösung an. Zum Teil erarbeiten die Prüflinge jedoch auch Lösungen anhand von Gesetzestexten. Nach der absolvierten Zwischenprüfung erhalten du, dein Ausbilder und deine Berufsschule einen Teilnahmeschein von der Steuerberaterkammer.

Gute Vorbereitung ist das A und O

Die Ausbildung zum Steuerfachangestellten gehört zu den anspruchsvollsten Ausbildungen überhaupt. Daher ist es ratsam, frühzeitig mit dem Lernen für die Zwischenprüfung anzufangen, wenn du gut abschneiden möchtest. Stellst du beim Lernen große Wissenslücken fest oder hast Verständnisschwierigkeiten bei einem Thema, hast du noch ausreichend Zeit, deine Mitschüler, Lehrer oder deinen Ausbilder um Hilfe zu bitten.

Eine gute Idee ist es auch, sich die Prüfungen der vergangenen Jahre anzuschauen. Du kannst diese auf den Webseiten der Steuerberaterkammern downloaden. Dort werden zumeist nicht die Lösungen angeboten, jedoch geben die Prüfungsaufgaben eine gute Orientierung über das Anforderungsniveau. Wenn du mit diesen Aufgaben übst, zum Beispiel in Arbeitsgruppen, ist das das perfekte Trainingslager.

Warum soll ich viel lernen, wenn ich sowieso nicht durchfallen kann?

Mit einer guten Note machst du einen guten Eindruck bei deinem Ausbilder. Das kann für eine eventuelle Übernahme nach der Ausbildung von großer Bedeutung sein. Schließlich zeigt ein gutes Ergebnis bei der Zwischenprüfung, dass du motiviert bist und deine Ausbildung zum Steuerfachangestellten ernst nimmst. Schreibst du eine gute Note, kannst du zudem deine Ausbildung verkürzen. Lernen lohnt sich also!