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Besteuerung der privaten Pkw-Nutzung

Die private Pkw-Nutzung eines betrieblichen Autos muss besteuert werden. Befindet sich lediglich ein Wagen im Betriebsvermögen und hat der Betriebsinhaber kein weiteres Fahrzeug privat angemeldet, wird vermutet, dass das Betriebs-Kfz auch für private Fahrten eingesetzt wird.

Was Privatfahrten sind

Bei der Ermittlung des Werts des privaten Nutzungsanteils ist zu unterscheiden, ob es sich im Einzelfall nur um reine Privatfahrten, um Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte oder um Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung handelt. Dasselbe gilt für geleaste Fahrzeuge. Privatfahrten sind alle Fahrten, die nicht unmittelbar mit dem Betrieb zusammenhängen.

Bei der Besteuerung des privaten Nutzungsanteils besteht ein Wahlrecht. Entweder die pauschale Versteuerung über die sogenannte Ein-Prozent-Regelung oder über eine Einzelabrechnung mit Fahrtenbuch. Dabei ist zu beachten, dass im Jahr ein Wechsel der Methoden nur bei Fahrzeugwechsel möglich ist. Es stellt sich dann die Frage, welche Variante die günstigste ist. Bei der pauschalen Besteuerung wird der Bruttolistenneupreis (einschließlich Umsatzsteuer) angesetzt. Eventuelle Rabatte oder Nachlässe beim Kauf bleiben unberücksichtigt. Sonderausstattungen zählen hingegen dazu. Nicht fest eingebaute Anlagen, wie zum Beispiel ein Telefon, werden nicht berücksichtigt.

Günstige Besteuerung der privaten Pkw-Nutzung

Die Fahrtenbuchmethode ist nur interessant, wenn ein Fahrzeug überwiegend betrieblich genutzt wird oder wenn die Pkw-Kosten sehr gering sind und der Bruttolistenneupreis sehr hoch ist. In diesem Fall droht bei der Ein-Prozent-Regelung die Begrenzung der absetzbaren Kosten. Das bedeutet, sind die tatsächlichen Fahrzeugkosten niedriger als der Privatanteil nach der Ein-Prozent-Regelung, wirken sich null Euro Kosten des Geschäftswagens gewinnmindernd aus.

Sprich uns gezielt auf dieses Thema an. Wir werden dann im persönlichen Gespräch die Fragen klären.